Donnerstag, 25. Februar 2010

Essen und mehr...

Jaaaa wir hatten endlich unsere langersehnte Massage! Am Dienstag war es ja wie gesagt so weit. Leider hab ich aber wie erwartet doch wieder „Muskelkater“ davon gehabt, so dass es nur halb erholsam war ;) (nein, ich erwarte kein Mitleid!!!)
Yvonne ist nicht eingeschlafen, glaube ich! Aber dafür hat sie die letzten 2 Nächte doch endlich mal durchgeschlafen, man merkt es ihr an! ;)
Nach der Massage waren wir noch lecker Essen. Das war ein total einfaches Restaurant und wir hatten nicht sooo viel erwartet, aber es war super! Ich hab hier noch nicht einen einzigen Tag vorher soooo gut gegessen! Lecker. Wir hatten verschiedenste Vorspeisen geordert und dann gabs Pasta. Die war der Traum. Eine perfekte Tomatensoße mit Hühnchen! Da will ich jetzt jeden Tag essen ;)
Heute sind wir zum Abendbrot eingeladen. Die Dame heißt Svea und ist aus Neubrandenburg. Maya hat uns dort eingeladen ;) Mal gucken wie es wird. Es gibt schon mal kein Seafood, das mag sie nämlich auch nicht :D
Wir haben sie bisher erst einmal ganz kurz getroffen und sie scheint sehr nett zu sein! Sie ist mit ihrem Mann hier, der am IRRI arbeitet. Mehr wissen wir noch nicht :)
Apropos Seafood. In der Cafeteria gab es gestern Mittag Kartoffelauflauf, dachte ich. Den wollte ich gern probieren und als er auf meinem Teller war stellte ich fest, dass es sich nur teilweise um Kartoffeln handelte. Der Rest war, ja richtig, Fisch! Kartoffeln hatte ich leider nur eine einzige Scheibe… Naja, ich hatte Hunger und es war zum Glück Filet, ich hab also aufgegessen :D
Oh und dann hab ich heute einen interessanten Anruf auf Arbeit erhalten! Eine Dame aus der Bibliothek versuchte mir zu erklären, dass da 2 nette Herren aus Deutschland (München) wären, die nur eine Nacht bleiben und uns gern treffen würden :D Sie sind hier, um Freunde zu besuchen…
Nachdem ich ihr erklärt, dass wir ja leider schon zum Essen verabredet sind reichte sie das Telefon weiter und ich sprach mit einem Philipp! Lustig :)
Mal gucken, ob wir noch ein Treffen zustande bekommen. Vielleicht schaffen wir es noch etwas trinken zu gehen… Da bin ich ja mal gespannt.
Seit gestern haben wir auch tolle Pläne fürs Wochenende! Wir fahren an den Strand! Ein paar Leute von hier machen einen Tauchausflug und es gab noch ein paar freie Plätze. Juchu, endlich sehen wir mal die berühmte Seite der Philippinen!!! Vielleicht können wir sogar tauchen, aber das wissen wir noch nicht! Mal gucken, aber faul am Strand liegen und ein Buch lesen und etwas schwimmen gehen reicht schon völlig ;)
Da der Strand ziemlich weit weg ist, wie irgendwie alles hier, bleiben wir über Nacht! Juchu, ein richtiger Ausflug, fast wie Kurzurlaub ;)
Also mein nächster Bericht enthält dann hoffentlich die reinste Schwärmerei über blaues Wasser, Korallen, Sand und Mee(h)r :)

Dienstag, 23. Februar 2010

Entspannung pur!

Man war das ein Sonntag, ich würde sagen, wie er im Buche steht :)
Wir haben uns auf den Weg in ein Resort gemacht. Hier gibt es ziemlich viele, da der Vulkan netter weiße für ein paar heiße Quellen sorgt, die dort genutzt werden. Ich wollte schon immer mal in einer heißen Quelle baden ;)
Diese Resort wurde uns von jedem hier empfohlen, als mussten wir da hin! Ich hatte meine Kollegen gut ausgequetscht, was ich dem Jeepney-Fahrer sagen muss, damit wir nicht dran vorbei fahren. Das Resort ist nämlich außerhalb von Los Banos, in der nächsten größeren Stadt, Calamba.
Für nur 15Pesos, viel weniger als erwartet nahm uns der Fahrer mit und hielt direkt vor dem Resort 88 in Calamba und deutete uns an, dass wir hier raus wollen :)
Von außen sah es nicht so doll aus, aber innen war es um so besser. Nachdem wir, das waren Barbara (die Spanierein), Ainara (auch Spanierin), Liz (Amerikanerin) und Yvonne und ich, den Eintritt von ~8€ bezahlt hatten (was schon fast viel hier ist) bekamen wir eine kurze Führung. Das Gelände erstreckte sich über 3 Etagen mit verschiedenen Pools. Wir wussten ja ungefähr was uns erwartet, wenn wir an HotSpring dachten, allerdings hofften wir bei der Auswahl an Planschbecken auch eine kühle Variante vorzufinden. Bei den Temperaturen…
Wir starteten im 24°C-warmen Wasser. Das war sehr angenehm und im Vergleich zur Lufttemperatur von über 30°C schon fast erfrischend ;)
Bevor wir aber das Wasser betreten konnten mussten wir uns ernsthaft fragen, ob wir das „nur“ im Bikini wagen durften, oder ob wir in voller Montur dort hinein hüpfen sollten. Am Wasserfall waren wir mit Shirt bekleidet baden gegangen, um nicht noch mehr Blicke auf uns zu ziehen, als wir das sonst schon tun, aber hier? Wir schauten uns also um und der Großteil trug auch hier TShirt und Shorts. Mmmh… Das fand ich doof. Und da war ich nicht allein. Babara und ich entschieden uns die europäische Variante zu probieren, während die anderen 3 es auf die Weise der Philippiner taten. Man muss erwähnen, dass Yvonne ein richtiges Schwimm-TShirt besitzt!
Naja, alles in allem war es nur im Bikini völlig in Ordnung. Es schauten nicht mehr als sonst auch und später sahen wir auch noch ein paar andere Damen im gleichen Outfit. Also alles bestens, es hat sich auch niemand beschwert!
Nachdem wir es eine ganze Weile dort das kühle Nass gegossen beschlossen wir uns mal weiter um zuschauen. Wir erreichten ein Becken, an dem 2 Thermometer angebracht waren, die 43°C und 44°C anzeigten. WOW! Das war wohl das Wasser aus der heißen Quelle!? Wir haben uns vorsichtig an die „kühlere“ Seite herangetraut und hatten schon echt Probleme nur unsere Füße dort hineinzustecken! Ich hab mir noch nie wirklich Gedanken gemacht, wie heiß ich mein Badewasser mag, eigentlich ziemlich heiß, aber das war schon fast zu viel!
Nach einer ganzen Weile hatten wir es alle dort hinein geschafft, wobei ich mit meinem Sonnenbrand auf dem Fuß ein kleines Problem hatte. Dank Aerobic bin ich ja Spagatfähig und hielt das betroffene Bein brav über Wasser, denn drin ging gar nicht. Sah bestimmt super aus ;)
Als wir dort nach kurzer Zeit wieder rauskrabbelten sahen wir aus wie frsich gekocht und unsere Puls war auf nahezu Null herunter gefahren! Ab in ein kaltes Becken!!! Mmmh, nee, Fehlanzeige! Die nächsten Becken die kamen zeigten Temperaturen zwischen 35 und 38°C an. Ok, dann also ab in die 24°C, die echt gut taten :)
Nach einem leckeren Mittag aus Koreanischer Küche, relaxten und badeten wir noch eine Weile und genossen die Sonne, vom Schatten aus :D
Der Rückweg gestaltete sich erstaunlich abenteuerlich, nachdem wir so gut hingefunden hatten! Wir nahmen ein Jeepney zur Uni, was nicht so leicht aufzutreiben war. Alle anderen, die uns passierten fuhren in die falsche Richtung! Diese Jeepney war schon mit 12 Personen besetzt, aber wir sollten uns trotzdem noch mit rein qetschen. OK! Los ging es in Richtung Los Banos! Zwischen den beiden Städten gilt es einen Berg zu bewältigen (Wir sind hier von Bergen/Vulkanen umgeben, falls ich das noch nicht erwähnt habe, was es übrigens auch schwierig macht mal einen Strand zu sehen). Das Jeepney kämpfte, aber verlor! Es gab nen lauten Knall und das wars. Alle mussten aussteigen, aber zum Glück mussten wir nicht lange warten und es hielten 2 weitere die, uns freudig aufsammelten!
Nachdem wir in der Stadt Kaffee getrunken und lecker japanisch gegessen hatten wollten wir nur noch in unsere Betten! Wir trieben ein Trycycle auf und fragten, ob er uns fährt. Der plan war 2 zu nehmen, da wir mit „Ausmaßen“ doch schon zu 4. gut das Ding ausfüllen. Er meint na klar, alle zusammen rauf da! Es quetschen sich also 3 in den kleinen Beiwaagen und Yvonne und ich platzierten uns mit den Rucksäcken auf dem Schoß Ladylike hinter dem Fahrer. Also nicht so wie wir das bei uns machen würden, sondern so wie die Damen das mit ihren Kleider auf einem Pferd tun ;) Es war eine spannende Fahrt und wir erreichten unser Ziel, so günstig wie noch nicht zuvor!
Eine Sache gab es aber noch, die unser zur vollkommenden Entspannung an diesem Wochenende fehlte. Eine Massage! Wir versuchten es am Samstag, aber es war schon alles ausgebucht. Am Sonntag gefiel uns das Angebot im Resort nicht (mal abgesehen davon, dass es viel zu teuer war). Es sollten nicht sein :)
Um also auf Nummer sicher zu gehen haben wir nun einen Termin vereinbart! Heute geht’s endlich hin. Man freu ich mich schon! Mal gucken obs wieder Muskelkater gibt ;)
Gestern waren wir nach der ganzen Erholung dagegen mal wieder etwas Sport machen. Maya hatte uns in ein Freibad zum Schwimmen mit genommen. Wir waren zu 4. und hatten den Pool komplett für uns. Das war schön. Yvonne blühte völlig auf, da das Wasser zur Abwechslung hier mal einigermaßen tief ( 1,50m) war und die Bahn 25m lang war! Wir konnten tauchen, schwimmen und die Sterne begucken. Toll! Danach gabs dann beim Thailänder noch lecker Essen und dann gings ab ins Bett. Total müde, was Yvonne allerdings nicht daran hinderte ihre Schlafstörungen weiter auszuleben. Sie ist seit Freitag nicht in der Lage durchzuschlafen. Das ist echt blöd :( Ich wette das sie heut bei der Massage einschläft, so fertig wie sie ist ;)
Also in dem Sinne: Feierabend! Ab auf geht’s in die Stadt!!!

Samstag, 20. Februar 2010

Party, schlafen, Party

Sooo, ich denke so langsam ist mal wieder ein Bericht fällig :)
Wie ich ja schon erwähnte hieß es am Mittwoch früh aufstehen. Früh heißt in DEUTSCH 3Uhr (wie wir ja schon gelernt haben heißt das bei den Philippinern nicht vor 10Uhr *hihi*)
Nach ungefähr 2h Schlaf (wir waren in der Stadt essen und dann noch mit einigen Leuten in ner Bar) ging es dann mit Yvonne und „ihrem Fahrer“ auf zum Feld. Es war stockdunkel, aber wir hatten ja zum Glück dran gedacht uns Kopflampen mit her zunehmen!
Auf dem Feld von Yvonne mussten wir dann Proben nehmen. Das fand so früh statt, da wir die vor Sonnenaufgang nehmen wollten/sollten(?). Es ging erstaunlich schnell! So schnell, dass es das nächste Mal eine Stunde später losgehen kann :) Sehr gut!
Nach der Ernte ging es zurück ins Labor und ab an die Waage, um das Gewicht der Blätter zu bestimmen. Um 7:30 waren wir fertig. FRÜHSTÜCK!!!
Jetzt hingen wir schon ganz schön durch, aber was solls, um 10:30Uhr stand die nächste Ernte an. Wir nutzen die Zwischenzeit für einen Kaffee, um wach zu bleiben , und die letzten Vorbereitung.
Bei der nächsten Ernte war der Zeitaufwand deutlich höher. Wir saßen knapp 4h auf dem Feld und der prallen Mittagssonne. Diesmal war ich vorbereitet. Ich hatte lange Hose und Shirt an, eine Mütze, eine Sonnenbrille und war eingecremt! Ja und? Hat nix gebracht ;) Ich hab mir die linke Hand und den linken Fuß jämmerlich verbrannt. Es tut heut noch weh!!! Tja, so ist das halt, wenn man dem Winter entflieht, ich verstehe, wenn ich da nur wenig Mitleid von euch erhoffen kann ;)
Um 14:30 hieß es dann endlich Feierabend. Schnell was gegessen, unter die Dusche und dann versuchen ein wenig zu schlafen. Das mit dem Schlafen hat wie immer nicht wirklich geklappt, aber ich hab etwas gedöst.

Abends wollten wir nämlich wieder fit sein, da wir auf einen französischen Geburtstag wollten. Wie gesagt auch getan! Es war sehr lustig und wir haben wieder viele nette Leute kennengelernt. Es gab total viel zu essen. Echt nett und wir kannten das Geburtstagskind noch nicht mal. Wir hatten sie in der ersten Woche mal kurz getroffen, aber das wars auch. Echt cool! Nachdem der Tag sehr anstrengend war sind wir dann gegen 0:00Uhr los. SCHLAFEN!!! Ja, diesmal ging es erstaunlich gut. Ich glaube ich bin das erste Mal nicht vor dem Wecker wach geworden…
Donnerstag bin ich dann wieder in mein Labor und war gespannt, was der Tag bringen würde. Melissa, meine Betreuerin, war die ganze Woche in einem Seminar und ich konnte nur versuchen über Email zu erfahren, wie ich am Besten anfange. Nach kurzem Warten schaute sie sich die Samen an und entschied was wir machen würden. Bevor ich allerdings mit irgendetwas beginnen konnte hieß es Samen sortieren. Ich wusste doch, dass mich das verfolgen wird :)
Tja, dafür habe ich 1 ½ Tage gebraucht. Jetzt bin ich so verspannt von dieser dämlichen Sitzhaltung, dass ich wohl heut erstmal ne Massage brauche! Ja, da geht es nämlich nachher noch hin.
Donnerstagabend habe ich mich dann bereit erklärt Yvonne noch einmal zu helfen, da sie sonst wahrscheinlich bis 23Uhr im Labor gehangen hätte… sie hatte tagsüber so viel rennereien, wie fast immer, dass sie nicht zu ihrer eigentlichen Arbeit gekommen ist. Mit meiner Hilfe waren wir dann um 19Uhr fertig. Danach ging es noch Runde zum Tischtennis, nachdem wir Abendbrot zu uns genommen hatten. Die haben leider schon um 8Uhr zu gemacht. Also ging es danach ab ins Bett. Das war gut :) Hab nen Filmchen geschaut und bin dann ins Bett. Super entspannd. Das hab ich nach den letzten Tagen eindeutig gebraucht!
Am Freitag hieß es dann nach dem Mittag ran an die erste Maschine und anfangen zu messen! *juchu*
Nachmittags hatte Barbara, Yvonne und ich ein Date mit Maya. Sie arbeitet hier in einer internationalen Schule und macht selbst gern Musik. Sie hat uns dann mit einer Freundin zusammen ein Privatkonzert gegeben! Einfach super! Sie hat dann eine paar bekannte Lieder geschmettert und auch noch einige Selbstkompositionen. War echt gut!
Danach haben wir uns auch noch ein wenig mit ihrer Gitarrenbegleitung versucht, aber das war ehe kläglich ;)

Danach ging es dann ab zum Japaner. Mal ne Frauenrunde. Das war gut ;) Nach ein bisschen Klatsch und Tratsch ging es dann zu den anderen in eine Bar, in der eine Liveband spielte. Die bestand zwar aus Opas, aber die waren echt gut und rockig! Um 0:00Uhr war dort Schluss und wir zogen weiter. In der nächsten Bar legte ein DJ auf. Eine Tanzfläche gab es zwar nicht, wie auch schon vorher in dem anderen sehr kleinen Räumchen, aber wen störts? Auch hier wurden ziemlich bald die Lichter ausgemacht. Wir konnten noch eine Runde Billard rausschlagen und dann standen wir auf der Straße. Die Hälfte der Gruppe hatte noch nicht genug, inklusive Yvonne. Ich hab mich der Stimme enthalten, war aber auch nicht abgeneigt noch woanders hinzu gehen. Diesmal ging es dann in einen richtigen Club! Yvonne war begeistert, dass wir auch hier keinen Eintritt zahlen mussten und es gab sogar ne Tanzfläche!

Die Philippiner waren hier das ganze Gegenteil von dem, was ich von Asiaten erwartet hatte. Jedes normale Mädel tanzte wie so nen kleines GoGo-Girl und die Jungs hatten keine Scheu uns zum Tanzen aufzufordern. Das hab ich ja auch noch nicht erlebt! Ich hatte schon zuvor das Vergnügen mit Deniz, dem Peruaner, zu tanzen. Hier hat sich der Hochzeitstanzkurz echt bezahlt gemacht :)
Um 4:30 war es dann doch genug. Wir machten uns mit einem Jeepney auf den Heimweg. Ich hatte mich schon den ganzen Abend auf ein Telefonat mit Sven gefreut, da wir die ganze Woche keine Gelegenheit hatten… Ich war tot müde, aber es war schön :)
Dafür hieß es dann heute entspannen und fast nix tun! Wir waren nur kurz im Supermarkt und außerhalb etwas essen… Eigentlich wollten wir uns heut eine Massage gönnen, aber es war schon ausgebucht :( Naja, nächstes Mal.
Morgen geht es in ein Resort, etwas weiter weg mit dem Jeepney. Bin mal gespannt, ob wir da ankommen. Es soll doch richtig schön sein. So mit heißen Quellen und allem drum und dran. Aber später mehr davon…
Tschüß, oder wie die Philippiner und sämtliche andere englisch sprechenden Menschen sagen: Bye!

Dienstag, 16. Februar 2010

Natur pur

Sooo, wie versprochen hier nun der Bericht vom Sonntag. Da es sehr spät wurde hab ich es noch nicht früher geschafft :)
Nachdem ich gegen 8Uhr aufgestanden bin hatte ich gelegenheit mit Sven, Tim, Jessi und Franzi zu telefonieren. Die 3 waren nämlich zu Besuch bei meinem Gatten!
Yvonne war schon ziemlich lang auf und drängelte mich zum Frühstück (ich hatte das Toast und den Käse im Kühlschrank!). Sie war schon so voller Tatendrang, dass sie aus der Cafeteria Früchte geholt hatte…
Nach dem Frühstück gingen wir dann zum Supermarkt um uns mit Babara (der Spanierin) zu treffen und noch Snacks für den Tag einzukaufen! Wir waren ja dort um 11Uhr verabredet. Schon vor 11Uhr fertig mit einkaufen, setzten wir uns draußen in den Schatten und warteten. Um 11:45 (*g*) gings dann mit dem gemieteten Auto inklusive Fahrer ab Richtung Wasserfall. Unterwegs sackten wir noch eine nette Philippinerin ein und dann waren wir komplett (zu 8.). Das Auto war super günstig. Wir haben jeder für den gesamten Tag inkl. Sprit, Fahrer usw. 350Pesos bezahlt, also ~6Euro!
Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel. Die Strecke hierher war traumhaft! Durch Berg und Tal, überall Palmen, ein paar Reisfelder und ab und zu Wasser! Schön :)

Am Parkplatz angekommen hatten wir noch einen kurzen Fussweg vor uns. Es hieß immer „hiking“, also wandern. Haha, die 5-10min laufen… Es ging einen schönen Weg entlang, der rechts steil abfiel und links von einem künstlich angelegten Bächlein gesäumt war. Wir nährten uns langsam dem Wasserfall und entlang des Flusses säumten sich Zelte, vor denen fleißig gekocht wurde. Und da war er! Schön. Von oben hingen Lianen hinunter und lauter Philippiner badeten im glasklaren Wasser. Die ein Hälfte der Gruppe nutzte die öffentlichen Toiletten zum umziehen, während wir schon die schöne Natur bestaunten. Als alle beisammen waren leckten wir die Sachen in einer Ecke ab und sprangen sofort ins KÜHLE nass! Erfrischend :)

Bitte fragt mich nicht wie kalt es war. Es ist halt Bergwasser! Wenn du hier jemanden fragst bekommst du als Antwort: Wie aus dem Kühlschrank. Ich glaube ganz soooo kalt war es nicht, aber die anderen, die ja doch aus deutlich wärmeren Regionen stammen haben schnell gefroren. Yvonne und ich fanden es eigentlich sehr angenehm und wollten gar nicht mehr raus!
Nach einer Weile gesellten wir uns dann aber doch zu den anderen auf die Steine und genossen die wärmende Sonne. Schön, einfach nur entspannen!
Nachdem wir uns dort eine ganze Weile ausgeruht hatten wollten wir weiter zum nächsten Stop. Maya wollte uns unbedingt noch einen See in der Nähe zeigen. Es ging also wieder 45min mit dem Auto durch die Berge und wir erreichten gegen 17Uhr das Resort! Hier mussten wir zur Abwechslung mal keinen Eintritt zahlen. Es war schon ziemlich spät und Maya ist da öfters! Sie hat uns so rein bekommen :) 40Pesos gespart :D
Am See war es total ruhig und gemütlich. Wir ließen uns einen Moment nieder, bis die Sonne anfing unterzugehen. Maya war plötzlich total aufgeregt und wollte schnell zu einem Aussichtspunkt fahren, von dem aus wir den Sonnenuntergang perfekt beobachten könnten. Auf gings. Und es hat sich gelohnt. Wir blickten von oben direkt auf die Laguna Bay, der größte See der Philippinen, und am Horizont tanzte die Sonne über den Bergen!

Es ging so verdammt schnell. Wir hatten keine 2 min Zeit dieses Spektakel zu fotografieren. Als die Sonne den Berg berührte war sie auch schon fast dahinter verschwunden. Romantisch und das ohne mein Schatzi und auch noch am Valentinstag…
Von dort ging es dann weiter Richtung IRRI. Die anderen kannten ein Restaurant auf dem Weg, von dem sie schon den ganzen Tag schwärmten. Da gäbe es richtig gute philippinische Küche! Also sind wir hin. Es war echt schön dort! Die Tische sind dort auf Flossen. Man sitzt also direkt auf dem Wasser. Die anderen bestellten eine Auswahl an Gerichten, die dann durch alle geteilt wurden, so dass wir verschiedene Dinge probieren konnten. Das Essen sah echt gut aus, auf den ersten Blick. Leider sind Yvonne und ich doch sehr eigensinnig, was Fleisch betrifft. Ein Gericht war super! Es war ziemlich scharf, was uns beide ja nicht stört und mit geschnetzeltem Schwein. Dazu Knoblauchreis (ja, der ist hier an jedem Gericht dran!!!), perfekt. Die anderen Sachen waren nicht so meins, aber ich hab natürlich alles, bis auf eins, probiert. Es gab so etwas wie Schweinehaxe, die ich dezent ignoriert habe. Pures Fett :( Das kann ich ja gar nicht ab. Dann gab es ein anderes Schweinegericht, dass war essbar, aber nach einem Stück hatte ich auch genug. Das war wie gegrillt und auch zur Hälfte aus der Fettschicht bestehend! Leider nicht meins und auch Yvonne sah sehr angestrengt aus, als sie versuchte das herunter zu bekommen ;) Das Gemüse dagegen war auch gut. Es gab Schoten, deren Namen ich mir einfach nicht merken kann. Die waren lecker, nur leider hab ich mir abgeguckt, dass die anderen die in einer Soße gedippt haben und dann das gleiche getan. Nachdem ich mich total zusammenreißen musste nicht alles wieder auszuspucken und mit mir kämpfte und alles schnell mit Reis und Mangoshake herunter spülte, wurde mir nebenbei gesagt, dass das Fischsoße sei. Deshalb hat das so widerlich geschmeckt! Hab ich mir aber verkniffen es zu sagen :)
Also alles in allem eine sehr interessante Erfahrung, die mir leider sehr auf den Magen geschlagen ist! Aber ich werde bestimmt nochmal in den Genuss kommen!
Da wir ziemlich lange warten mussten, da es durch den Valentinstag sehr voll war, wurde es wieder ganz schön spät! Zur Unterhaltung kamen dann ein paar singende und Instrumente spielende Herren an unseren Tisch. Maya wünschte sich ein paar Songs, die auch prompt gespielt wurden. Alles Liebesschnulzen! Jetzt vermisste ich mein Schatzi noch mehr! Wo ist das nächste Flugzeug? Warum ist heut Valentinstag?
Hab ich schon erwähnt, dass der hier riesig gefeiert wird? Ich glaub der ist schon offizieller Feiertag! Die zelebrieren den schon eine Woche lang im Voraus!
Trotz des Valentinstags hatten wir ein sehr schönes und erlebnisreiches Wochenende und habe nette Leute kennengelernt!
Nun stand der Montag vor der Tür und immernoch die ungewisse Frage, was die Arbeit bringt.
Nachdem Fe noch nicht da war, als ich kam verzog ich mich ins Büro und erledigte ein paar Sachen am Computer. Um 10 dann die freudige Nachricht: Deine Samen sind da! Juchu!
Ich also gleich rüber und losgelegt. Hab sie Montag gleich alle enthüllt 
Heute hab ich alle poliert, so dass es jetzt an die ersten Analysen gehen kann! Super.
Morgen allerdings noch nicht! Da helfe ich erstmal Yvonne. Wir müssen um 3Uhr raus und ab aufs Feld, ernten! Dann geht’s ins Labor ihre Proben wiegen und dann wieder aufs Feld und nochmal ernten. Ich denke gegen Mittag fallen wir dann ins Bett!
So, jetzt geht’s noch auf in die Stadt zum Ladydinner! Mal gucken, was uns da erwartet :)

Montag, 15. Februar 2010

Manila

Nun ist schon wieder ein Wochenende vorbei und wir haben viel erlebt (deutlich mehr, als wir am Freitag noch erhofften).
Samstag sind wir ganz früh raus, um gegen 7Uhr unseren Bus nach Manila zu bekommen. Frühstück gab es auf dem Zimmer. Toast mit Streichkäse und Bananen. Also die Bananen extra ;)
5 Minuten vor 7 warteten wir ganz brav, wie die Deutschen das halt tun, auf unseren Bus. Um 7Uhr kam dann doch noch jemand dazu und dann kam auch schon der Bus. So nach und nach trudelte dann auch der Rest ein. Auf gings zum nächsten Treffpunkt. Dort standen wir nochmal ein halbe Stunde und warteten. Wir haben uns schon dran gewöhnt, glaube ich. Zumindest hat es uns nicht überrascht. Allerdings wurden die anderen Fahrgäste langsam unruhig, sogar die, die schon einige Zeit hier sind. Es wollten einfach alle los. Schließlich lagen noch ca. 2 h Autofahrt vor uns…
Ein Teilnehmer war einfach nicht aufzutreiben, auch nicht per Handy, so dass beschlossen wurde ohne ihn loszumachen. Der Verkehr war erstaunlich gut und wir kamen schneller ans Ziel als gedacht. Es ging ein Stück nach Manila rein und schon hielten wir in einer unscheinbaren Straße und alle Inder, es waren so einige dabei, sprangen sofort auf und verschwanden in einem der Läden dort. Wir wurden dann aufgeklärt, dass hier die Inder alle ihr Essen für den nächsten Monat kaufen. Wir sind dann mal neugierig mit in den Laden rein und es gab allerhand essbarer, was uns einfach nicht bekannt war. Wir haben dann die Finger davon gelassen und die anderen machen lassen ;)
Zurück im Bus waren wir erstaunt, was alles mit sollte. Wir hatten 2 indische Familien (4köpfig) und 2 Herren dabei. Der hintere Teil des Minibusses war nach der Shoppingtour (ca. 45min) voll! Jeder hatte etwa 6 Beutel voll mit Essen. Wahnsinn!
Danach ging es dann weiter nach Chinatown. Hier wollte keiner so richtig lang bleiben. Die ersten Mitfahrer hatten uns schon am ersten Stop verlassen und ein Taxi zum Einkaufszentrum genommen, welches unser letzter Stop sein sollte. Die Inder, die noch da waren versuchten eine frühere Abfahrtszeit heraus zu handeln. Da wir noch nie dort waren enthielten wir uns der Diskussion. Es war jetzt kurz nach 10 und abgemacht war 12Uhr für die Weiterfahrt zur Mall of Asia.


Einer der Inder war so nett und führte uns ein wenig herum. Im Eiltempo ging es durch Chinatown. Hier war es voll! Man musste gut auf seine Sachen aufpassen! Anfangs trauten wir uns nicht so recht die Kameras heraus zu holen, aber beschlossen, dass es schade wäre, wenn wir es nicht täten. Der Großteil in Chinatown bestand aus Ständen. Eigentlich handelt es sich hier um einen riesigen Markt! Wäre wohl das richtige für Sven gewesen, dachte ich zumindest anfangs! Als wir ein wenig in den Trubel hinein kamen stellten wir fest, dass es sich hier wirklich nicht lange aushalten lässt. Es war eng, tausende Gerüche schlugen auf einen ein (vor allem an den Fischgeruch können wir uns nicht gewöhnen) und ein Lautstärke, die wirklich nicht lang zu ertragen ist! In mitten von den Ständen schallte aus allen 4 Richtungen Musik mit voller Lautstärke. Heftig. Bloß schnell weg :) Es gab nicht nur Massen an Obst, sondern auch Dinge des täglichen Bedarfs. Ein richtiger Markt eben.

Der Inder führte uns an einen etwas ruhigeren Platz, wo es Souvenirs zu kaufen gäbe. Yvonne und ich wussten beide mittlerweile nicht mehr, wo wir waren und hofften die anderen nicht zu verlieren! Ich glaube die einzige, die etwas kaufte war Yvonne. Sie konnten einen coolen Strohhut ergattern, den man klein zusammen falten kann, so dass er dann problemlos in die Tasche passt. Echt spitze. Leider hatte ich Yvonne zu dem Zeitpunkt aus den Augen verloren, sie war mit dem Inder irgendwo abgebogen und ich inkl. der restlichen Gruppe hatten keine Ahnung wohin. Wir schauten uns dann an den anderen Ständen ein wenig um und fanden leider zwischen dem ganz Kitsch, bestehend aus Muscheln und ähnlichem, nix was wir gern hätten haben wollen. Yvonne und ich haben vorher schon überlegt, bei welchen Dingen wir auf dem nach Hause weg Probleme mit dem Zoll bekommen könnten. Ich denke Muscheln gehören dazu…
Tja, also machten wir uns, um einige Erfahrungen reicher, wieder auf den Weg zurück zum Bus. Dort angekommen war es grad mal 11:00Uhr. Der Busfahrer war nicht zu finden und die Dame, wegen der wir bis 12 warten mussten war natürlich auch noch schwer beschäftigt irgendwo unterwegs! Wir beschlossen also ebenfalls ein Taxi zur Mall zu nehmen, da keiner so recht wusste, was wir in China town noch machen könnten und alle waren hungrig!
Ein Taxi hielt dann auch an und wollte alle 9 Personen gleichzeitig transportieren. Haha! Wir ergatterten dann noch ein 2. Taxi und auf gings. Yvonne und ich saßen mit einer Koreanerin, einer Afrikanerin und dem Inder zusammen im Taxi. War schon sehr angenehm zu 4. auf der Rückbank :D
Durch 5 geteilt war die Taxifahrt natürlich ziemlich günstig und in der Mall angekommen ging es erst mal auf Essenssuche! Tja, finde mal für so verschiedene Leute das passende ;) Wir liefen ne Weile umher und gewannen einen ersten Eindruck von der Größe der Mall, bis wir uns entschieden zu PizzaHut zu gehen! Irgendwie hatten alle Lust auf was anderes als Reis :)
Das Essen dort war verhältnismäßig teuer (aber natürlich kein Vergleich zu unseren Preisen) und hat super geschmeckt! Tat mal wieder richtig gut was ordentlich warmes zu essen!

Gut gestärkt und gesättigt machten wir uns dann auf zum shoppen. Es handelte sich hier um 4 riesen Hallen, die nicht nur voll mit Geschäften sind, sonder auch jegliche Art von Entertainment bieten. Sei es Kino, Schlittschuh laufen, Bowlen oder Konzerte. Es gibt alles. Dieses Wochenende war die Feier des chinesischen Jahr des Tigers. Das war sehr interessant. Überall Menschen in Kostümen, schöne Musik…
Wir sahen uns also ein wenig das Programm an und schlenderten durch die Läden. Dort deckten wir uns mit allerhand günstigem Zeug ein und merkten, dass wir gut das Klischee einer Frau erfüllten. Ich kaufte mir 2 Paar Schuhe, Yvonne schlug dagegen bei den Handtaschen zu! Fantastisch :D

Durch Zufall sind wir irgendwann am Ende einer der Hallen draußen gelandet und standen auf einmal in der Manila Bay und hatte freien Blick aufs Wasser. Traumhaft! Wir schauten auf eine nette Strandpromenade mit Palmen und den Hafen von Manila. Einfach schön. Endlich mal Wasser :)

Am Ende waren wir total fertig und suchten uns erstmal eine Sitzmöglichkeit und was zu trinken. Bevor es dann wieder zurück ging sackten wir noch was fürs Abendbrot ein (gebratenene Nudeln) und dann ging es auch schon zum Treffpunkt. Dort warteten wir mit allen anderen auf den Bus. Während wir gemütlich am Springbrunnen saßen bemerkten wir, dass ein junger Mann krampfhaft versuchte und irgendwie auf eins seiner Fotos zu bekommen. Mal wieder!
Nach ca. 5 min hatte Yvonne genug und meinte, sie wolle da jetzt rüber und ihm ein Foto mit ihr verschaffen! Ich zuckte mit den Schultern und meinte aus Spaß mach doch und sie sprang auf und lief um den Brunnen herum zu dem Jungen. Der wusste erst gar nicht wie ihm geschieht und alle Mädchen (seine Klasse denke ich ) fingen an zu kreischen, als sie bemerkten, was Yvonne dort tat! Plötzlich hatten wir die Aufmerksamkeit der gesamten Menschenmasse um uns herum sicher. Nicht dass das vorher nicht auch schon so war, aber jetzt hatte keiner mehr bedenken direkt hinzuschauen. Yvonne lies sich knipsen und der Junge war total happy! Gute Tat erfüllt ;)
Als dann endlich der Bus kam (17:00) ging es ab zurück, hofften wir. Leider war es um die Zeit sooooo voll auf den Straßen, dass wir 3 1/2h bis zurück brauchten. Zum Glück hatten wir uns mit Essen eingedeckt!
Im Bus schwächelten alle etwas, aber die Stimmung war gut. Im IRRI angekommen beschlossen wir mit den anderen noch was trinken zu gehen. Wir verabredeten uns für 21:30 (1h Zeit für essen, frisch machen…). Dann ging es zu sechst auf zum Ausgang und wir warteten auf die Ankunft eines Jeepneys oder von 2 Tricyclen.

Die hatten wir noch nicht ausprobiert. Als erstes kam ein Tricycle und der Fahrer wollte uns zu 6. mitnehmen. Haha, zu 5. im Taxi war schon eng, aber auf nem Motorrad mit Beiwagen, niemals. Die Philippiner vielleicht, aber wir (1Grieche, 1 Spanierin, 1 Koreanerin, 1 Inder und Yvonne und ich) trauten uns das nicht zu. Und siehe da, es kam auch schon das 2.! Also Yvonne und ich in den Beiwagen gequetscht (ich hab echt keine Idee, wie da noch jemand hätte mit reinpassen sollen) und los gings. War sehr lustig, wobei mir Jeepney fahren doch eindeutig lieber ist. Motorrad fahr ich doch lieber selbst ;)
In der Bar angekommen erfreuten wir uns guter Musik in netter Atmosphäre und einem kühlen Bier. Einfach schön!
Etwas später kamen noch 3 andere Leute dazu (1 Spanier, 1 Portugiese und 1 Philippinerin) und es wurde noch sehr lustig. Nach einer Weile stellte sich heraus, dass die 3 „neuen“ am nächsten Tag eine Tour geplant hatten und fragten, ob wir nicht auch mit wollten? Ja klar! Wir haben noch nicht so wirklich was vor! Sie wollten sich um ein Auto oder Jeepney kümmern und wir verabredeten uns für 11 Uhr am Supermarkt. Super. Es soll zu einem Wasserfall gehen und wir sollten uns Badesachen mitbringen. Cool, endlich ins Wasser…
Da wir alle ziemlich K.O. von dem Tag waren ging es dann bald zurück. Wir nahmen diesmal ein Jeepney und landeten gegen 1Uhr wieder am IRRI. Jetzt aber ab ins Bett! Noch 3min mit Sven telefoniert, war ja grad mal 18Uhr bei ihm und sein Besuch hatte sich um 1Stunde verspätet (jaja Jessi, musstest dich wohl mit Shopping belohnen??? *g*) und dann einfach nur noch schlafen!
Gute Nacht :) Ein ausführlicher Wasserfall-Bade-Bericht folgt!

Freitag, 12. Februar 2010

Ein verrückter Freitag

Yvonne, von Kopfschmerzen geplagt versucht grad ein Nickerchen zu machen, was mich dazu bringt doch heute schon einen neuen Post für euch zu verfassen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich euch wichtige Infos vorenthalten habe und heute ist außerdem auch noch ziemlich viel berichtenswertes passiert…
Das wichtigste zuerst! Ich habe gar nicht erwähnt, dass ich einem gefährlichen Kokosnuss-Anschlag nur ganz knapp entgangen bin. Letzten Freitag, auf unsere Orientierungstour, wurden wir im Bus lieb mit Getränken versorgt. Plötzlich hielten wir mitten in der Stadt an und wurden angewiesen kurz im Bus zu warten. „Precy“ stieg aus und holte an einem Stand Kuchen. Der wurde extra frisch warm gemacht für uns. Ich ahnte schon, was da auf mich zukommt. Auf der gelb-grünen Verpackung stand ganz groß „Buko-Pie“.

Das hatte ich doch schon mal gehört. Das ist die Spezialität überhaupt aus dieser Region! Als Precy kurz weg sah schnappte ich mir die Verpackung und an der Seite stand Coconut-meat. Alles klar. Ich will nix! Als sie mir ein Stück anbot sagte ich ganz freundlich nein danke und fügte hinzu, dass ich kein Kokos esse. Sie guckte mich ganz enttäuscht an und da kam Yvonne von der Seite und meint ich hätte ne Allergie :D Da ging ein Raunen durch den Bus! Die Koreaner hatten alle ganz doll Mitleid ;) Gibt es überhaupt ne Kokosnussallergie? Naja, jetzt schon! Ich glaub, ich muss hier so schnell nix mehr mit Kokos probieren, sofern ich mir nicht ausversehen was nehme… Danke Yvonne! Yvonne hat sich übrigens ein Stück genommen (sie mag Kokos auch nicht wirklich) und sie hat es bereut! Ich muss sagen, wenn es nur ein kleines Häppchen gewesen wäre hätte ich auch was genommen, anstandshalber. Aber das war nen riesen Stück Kuchen und das Kokosfleisch war da drin pur aufgestapelt! Sorry, das geht gar nicht. Yvonne hat es auch sehr bereut. Sie hat sich das ganze Stück mutig reingequält! Danach ging es ihr ziemlich schlecht! Die Arme…
Dann wollte ich noch erwähnen, dass ich auch als Biologe darauf bestehe mich vor Krabbelviechern ekeln zu dürfen! Ellen hat sich glaube schlappt gelacht, dass ich da anscheinend etwas empfindlich sei. Tja und meine Mama hat ähnliche Kommentare zu Beginn meines Studiums auch von sich gegeben. „Du hasst Spinnen, wieso willst du Bio studieren?“ Oder so ähnlich. Na weil das ja nicht alles ist! Und was ganz wichtig ist. Ich find das ja alles interessant und super spannend, aber deshalb muss ich die ja nicht alle in meinem Zimmer dulden, oder? In der freien Natur sind mir die Tierchen einfach viel sympathischer :D Da stören die mich nur beim Picknick…
Ok, ich glaube das musste mal gesagt werden. Vielleicht bin ich deshalb auch bei Pflanzen gelandet, wer weiß!?!?
Gut, kommen wir kurz zum heutigen Tag! Ich habe glaube nur nebenbei erwähnt, dass ich auch den Rest der Woche nicht an meinen eigenen Proben arbeiten konnte. Tja, was soll ich sage. Am Montag hab ich die Info bekommen, dass die Samen noch einem weiteren Test unterzogen werden müssen und erst Freitag früh freigegeben werden können. Super! Ich habe die Woche dann also mit vielen Samen gearbeitet, deren Ursprung ich nicht kenne. Die einzige Info, die ich den TA’s entlocken konnte war, dass das Samen von den Züchtern sind. Aha…
Heute ist Freitag? Ach ja, mmh, was soll ich sagen? Ich habe KEINE Samen :D
Ich bin heut morgen pünktlich auf Arbeit und dachte mir, ich gebe Fe und der Health Unit mal noch nen bisschen Zeit. Habe mich in mein Büro verzogen (vorher natürlich eine Runde im Labor gezeigt, dass ich da bin) und dort ein wenig an meine Tabellen rumgebastelt und meinen Vortrag geübt, der ja für nachmittags angesetzt war. Es wurde 9:00 und nix passierte. Es wurde 10:00, immer noch nix. Ich dachte mir, dass wäre wahrscheinlich genug Zeit um was herauszufinden und bin zu der lieben Fe rüber. Ja, dass geht immer noch nur mit klingeln! Fe meinte dann, ja die sagten ja Freitag morgen, ich probier es vielleicht mal so gegen 10:30. Aha, gut jetzt weiß ich wenigstens auch, was hier morgens bedeutet! :D
Ich bin dann wieder zu den TA’s und hab gefragt ob ich wieder helfen kann. Ja, same procedure as every day! Alles klar, ich mach mich ran!
11:30 hab ich mich dann mit Yvonne auf zur Cafeteria gemacht. Sie hatte ebenfalls einen interessanten Vormittag hinter sich. Kurzgesagt, für die Beprobung von 3 (!) Pflanzen haben sie zu 5. (!) 2 ½ Stunden gebraucht *hihihi* Ich hab mich fast nicht mehr ein bekommen vor Lachen. Einfach nur genial!
Als ich ihr dann erzählte, dass auch ich noch immer nichts vorzuweisen habe beschlossen wir, dass ich mit zu ihrem Feld kommen solle, sofern keiner was dagegen hat. Also Fe nochmal fragen, was nun ist. Sie war noch am Mittag essen, als ich sie fragte und ihre Antwort war, wie ich es erwartet hatte, dass sie noch nix weiß und es nachmittags nochmal probiert. Na und da sie nix dagegen hatte und Melissa noch beim Essen war beschloss ich mit Yvonne aufs Feld zu fahren und bei der Aussaat zu helfen. Kenne ich ja schließlich auch noch nicht!
Ziemlich unpassend gekleidet (ich hatte mir wegen dem Vortrag ne Bluse angezogen) stand ich am vereinbarten Treffpunkt. Dort in der Sonne wartend dämmert es mir. Mädel, du hast was kurzärmliges an, du bist nicht eingecremt und die hast auch keine Kopfbedeckung bei! Nur deine Sonnenbrille. Na wenigstens etwas.

Da hab ich Yvonne schnell geschrieben (Zum Glück hab ich mir ne Prepaidkarte hier geholt), ob sie nicht noch entsprechende Sachen für mich hätte. Schließlich würde ich 2h der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein. Ausgerechnet heute war es nicht bewölkt. Und sie hatte! Ich also schnell in ihr Büro, Langarmshirt übergezogen und ab gings.
Yvonne hatte zum Glück Mütze und Tuch und mir letzteres überlassen. Also auch der Gefahr eines Sonnenstichs entgangen *puh*.
Noch kurz bevor wir fertig wurden mussten Yvonne und ich uns zurück zum Institut fahren lassen (~15min), da wir ja um 15:30 unseren Vortrag halten sollten. Gesagt, getan. Keine Ahnung wo wir hin müssen haben wir uns zur Sekretärin von Sigrid begeben und die brachte uns in den Raum. Nachdem uns im Laufe des Tages schon mehrere Personen angesprochen hatten, ob wir nicht die Präsentierenden seien, ahnten wir schlimmes! Es würde wohl voll werden. Die Raumgröße versprach ähnliches.
Ich schloss mein Netbook an und wir organisierten nen Laserpointer und nach und nach füllte sich der Raum. Neben Personen die ich noch nicht kannte gab es auch Kaffee und Kuchen. Nett. Nur leider war mir schlecht und ich verzichtete erst mal!
Ich habe leider nicht gezählt, aber es waren etwa 25 – 30 Leute anwesend. Yvonne startet zuerst und alles lief super. Sie musste ein paar wenige Fragen beantworten und dann wurde noch ein bisschen philosophiert und dann durfte ich auch schon ran.
Ich habe zum Glück auch alles gut hinbekommen. Da wir schon vor 2 Wochen zu Hause vor versammelter Mannschaft üben konnten war es nur halb so schlimm :)
Am Ende kamen erstaunlich viel Fragen und Anmerkungen. Yvonne hat zum Glück, wie vorher vereinbart, alles mitgeschrieben und ich hab mich einigermaßen gut, hoffe ich, da durch geboxt. Wir sind beide ganz zufrieden mit uns und froh es hinter uns gebracht zu haben! WOCHENENDE…
Gut, morgen geht’s ganz früh auf nach Manila. Da ich heute auf dem Feld meine FlipFlops zerstört habe hoffe ich morgen Ersatz zu finden ;)
Bei der Einschreibung haben wir schon kurz ein paar nette Bekanntschaften gemacht. Bin mal gespannt, wie das morgen auf der 2stündigen Fahrt wird :)
Gut, dann bis Sonntag mit einem ausführlichen Manila-Bericht! Eure Uli

PS: Heute hab ich mich das erstmal in der Cafeteria auf die Seite mit der einheimsichen Küche getraut. Es gab Reis (was sonst) und Meatballs sweet and sour. Sehr lecker. Werde mich da wohl in zukunft öfter mal hin wagen!

Donnerstag, 11. Februar 2010

erste Eindrücke

Tja nun ist schon wieder ganz schön Zeit vergangen seit meinem letzten Eintrag und ich denke es ist mal wieder an der Zeit, auch zu updaten ;)
Die letzten Tage war hauptsächlich arbeiten angesagt (ja auch ohne meine Samen). Das gab mir erstmal einige Zeit mich mit der Mentalität der Philippiner auseinander zu setzen. Wie Frank schon in seinem Kommentar erwähnte sind sie SEHR wissbegierig! Das trifft besonders auf private Angelegenheiten zu. Die Fragen auf der Hitliste ganz oben sind:
wie alt bist du? Bist du verheiratet? Hast du Kinder? Wie gefällt dir das Klima (ist es so auch in Deutschland)? usw…
Meine Lieblingsfrage ist aber, ob wir denn auch in Deutschland Reis anbauen? ;) Dann staunen sie immer, wenn man sagt und wundern sich, warum man dann daran arbeitet.
Ein sehr großer Irrtum ist hier aber auch, dass die meisten denken, wir kennen und essen gar keinen Reis! Bin hier also nur am Irrtümer berichtigen.
Mit der Verständigung fällt es manchmal schwer, die meisten sprechen ja englisch, aber manchmal fällt es mir etwas schwer, sie zu verstehen. Der Akzent ist doch etwas anders als bei uns. Wenn es um Laborsachen geht ist es gar kein Problem, aber beim privaten Plausch muss ich manchmal doch noch ganz schön überlegen, zum Beispiel wollten sie wissen, ob nicht Volkswagen aus Deutschland ist. Bis ich das entziffert habe ist einige Zeit vergangen. Ich habe immer sowas wie Boxwaren oder so ähnlich verstanden :D Aber wir haben es geschafft! Aber so ist es öfter mal, doch es wird langsam. Ich gewöhn mich dran!
Als sie spitz bekommen haben, dass ich ein Motorrad habe wurde es interessant. Sie waren platt als sie hörten, wie viel Kubik es hat. Hier ist man doch mit deutlich kleineren Maschinen unterwegs. Meine genaue Endgeschwindigkeit habe ich lieber nicht preisgegeben, als sie meinten, dass ihnen 100 (ich glaube miles/hour) schon zu schnell ist…
Tja, eine besonders wichtige Frage ist auch immer ob ich schon Kinder hätte und dann, warum den nicht. Letztendlich lief es darauf hinaus, dass sich einer der Kollegen anbot adoptiert zu werden und der nächste dann gern für mich als Babysitter und Hauskeeper in Deutschland arbeiten wollte. Nein danke! ;)
Was gibt es zur Arbeit zu sagen? Ich muss gestehen, dass ich mich so nen bisschen wie so nen kleiner Praktikant gefühlt habe, aber das hat sich langsam gelegt. Am Anfang durfte ich nur hilfsarbeiten erledigen. Ein bisschen Reis sortieren (das hat mich allerdings auch die ganze Woche begleitet und wird wohl auch noch öfter kommen). Reis sortieren, dass heißt „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpchen“. Naja, stört mich nicht wirklich sowas zu machen, nur leider war der Rest der Tätigkeiten auch nicht soooo anspruchsvoll und am schlimmsten fand ich einfach nur das ich oft rum saß und nix zu tun hatte und den Leuten hinterher gerannt bin, um ne Aufgabe zu bekommen. Aber viel besser als die ganze Zeit nur theoretisch Protokolle oder ähnliches zu lesen ;)
Total nett dagegen war, dass ich von 3 Leuten unabhängig das gleiche Kompliment bekommen habe (ich sei wohl ein schneller Lerner). Allerdings sind die hier auch ziemlich schnell im Komplimente verteilen. Ich konnte mir jeden Tag anhören, dass ich ein „beautiful girl“ bin. Das ist echt seltsam, wenn man das nicht gewöhnt ist. Hab am Tag 3 schon überlegt ob ich nicht doch Chancen bei Germanys Next Topmodel hätte, nachdem sie mir sagten ich sehe aus wie eine Barbie. Oder doch gleich Miss Univers? :D Nein, nein, ich mache nur Spaß! Was das angeht bin ich echt froh, dass in Deutschland doch alle deutlich zurückhaltener sind!
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich einen eigenen Büroplatz bekommen sollte? Yvonne hat ihren inklusive Computer schon seit Freitag und auch ne interne Mailadresse!

Was soll ich sagen, am Dienstag hab ich einen Platz bekommen, nachdem ich mir die letzte Woche für meine Recherchen ständig komisch Plätze gesucht habe. Der Hammer sag ich euch! Der Platz ist an sich nett. Besser als Yvonnes Büro im amerikanisch Großraumbüro-Styl! ABER einen Computer und eine Mailadresse bekomme ich nicht! Lohne sich nicht für die kurze Zeit. Ok, ich hab ja meinen Laptop, kein Ding. ABER um zu meinem Büro zu kommen muss ich durch eine Tür, die ich mit einer Karte öffen muss. Ja, ne Karte mit meiner ID und meinem Foto habe ich. Aber da hab ich trotzdem keinerlei Rechte drauf! Heißt also ich kann keine Türen öffnen und muss immer andere Leute ranklingeln. Ich glaube ich werde da nicht so oft drin sein, wenn sich das nicht ändert. Bisher ist nix passiert…
Bei Yvonne lief es die ersten beiden Tage dieser Woche auch nicht viel besser, so dass wir beschlossen es sei ein guter Tag unser Bier zu trinken! Und das war gar nicht mal so übel…

Am Wochenende sollte unserem Informationsstand nach ein Trip nach Manila stattfinden, für den man sich am Mittwoch hätte eintragen sollen (zwischen 15:10 und 15:15). Das die Uhr hier anders geht haben wir schon öfters festgestellt und auch diesmal war es wieder so. Wir warteten, pünktlich wie immer, und niemand kam. Irgendwann gaben wir auf und widmeten uns wieder unseren Aufgaben. Später fanden wir dann heraus, dass das nicht stattgefunden hat und evt. Am Donnerstag sein könnte und wenn nicht, dann gibt es erst wieder im März nen Ausflug :(
Abends entschieden wir uns dann auf das tolle essen der Cafetria zu verzichten und uns was am Supermarkt zu gönnen. Erstmal ein paar Keks und leckere Mangos (getrocknet) gekauft und dann sind wir am Pizzastand nicht vorbeigekommen. Eigentlich wolltebn wir wieder Suppe! War nicht schlecht, aber doch ganz anders als bei uns.

Was Manila betrifft sollten wir mal etwas Glück haben und so stellte sich heute morgen heraus, dass heute um 10uhr die Einschreibung ist. Wir also alles stehen und liegen lassen (meine Kollegen hatten zum Glück Verständnis) und schnell dahin. Und siehe da, fast pünktlich kam eine nett Inderin und legte die Listen aus. Es stürmten gleich mehrere Leute drauf und wir konnten auch einen der wenigen Plätze im Bus ergattern. Am Samstag um 7Uhr geht’s los und das ganze für nur 60Pesos (~1€). Wahnsinn. Ich bin höchst erfreut! Da hat die Arbeit dann gleich noch mehr Spaß gemacht!
Ganz süß fand ich auch, dass sich die Hälfte der Belegschaft entschuldigt hat, dass ich mich bitte nicht wundern soll, wenn ich hier ständig alle im Pausenraum sitzen und essen sehen! Das komme wohl ziemlich oft vor ;) Und was soll ich sagen, es gibt eine Coffeebreak um 9:30, Lunch um 11:30 und eine Coffeebreak um 15:00! Ist schon oft, aber sie halten sie relativ kurz und arbeiten den Rest der Zeit auch fleißig, was meinen ersten Eindruck stark korrigiert hat. Am Anfang dachte ich nämlich, dass die alle nur schlafen :D Die Herren am Flughafen sind schließlich alle der Reihe nach weggenickt und die Wachleute hier auf dem Gelände pennen auch ständig. Hier scheint nicht wirklich viel zu passieren ;)
Na gut, ich glaube das war erstmal genug um euch aufs Laufende zu bringen. Morgen müsst ihr uns fest die Daumen drücken, da wir dann vor unseren beiden Gruppen jeder einen Vortrag über unsere Arbeit vorstellen dürfen! Sind schon ganz schön aufgeregt und ich werde auch gleich mal noch ne Runde üben!
Ich denke wir hören uns Sonntag wieder! Dann berichte ich, ob wir Manila gut überstanden haben und ob wir mit reichlicher Ausbeute von der shopping Tour zurück gekommen sind und hoffentlich nicht ausgeraubt wurden (wurde jetzt schon mehrmal gewarnt :( )

Bis bald! Liebe Grüße aus dem klimaanlage-gekühlten Labor



PS: Gestern hat es geregnet. Selten aber war. Momentan ist es hier tagsüber ganz schön bewölkt. Aber das ändert nix an der Hitze, im Gegenteil es ist noch feuchter und somit fühlt es sich noch wärmer an!

Montag, 8. Februar 2010

Encharted Kingdom und andere Erlebnisse

Tja Los Banos haben wir überstanden, aber das war nix gegen unseren Sonntagsausflug. Wie schon angekündigt waren wir nach dem BierschmuGGel auf der „Kirmis“ (um es in unsere Sprache zu übersetzen: Freizeitpark). Wir, das waren 5 Erwachsene (inkl. Yvonne und mir) und 12 Kinder zwischen 5 und 7.

Es war also sehr anstrengend, aber alle waren total süß. Deren Englisch war super. Für Kinder hab ich sie echt gut verstanden ;) Und ständig waren sie „scared“. Vor jedem Karussell, egal wie gefährlich kam dieses Wort und genau so oft danach. Nach etlichen Achterbahn, Wasserbahn und ähnlichen Fahrgeschäften war ich froh auf Mittag verzichtet zu haben (war nicht wirklich schwer bei der Hitze, ich hab dafür schön Farbe bekommen!). Aber besonders beeindruckend fand ich die Selbständigkeit, die alle samt an den Tag legten. Die Mama hatte allen Kindern ihre Handynummer auf den Arm geschrieben, falls wir jemanden verlieren, was wohl öfter mal vorkommt... Das war für die voll normal!

Zum Schluss ging es zum Rafting. Ich hatte es schon vom Riesenrad erspäht, auf dem mich die Kids ziemlich durchgedreht haben, und dachte mir, ach das ist immer ganz entspannt, nach dem hoch und runter wäre das doch mal sehr erfrischend. Erfrischend? Ja, das war es tatsächlich. Ich hatte nicht damit gerechnet dort ein Bad zu nehmen. Aber so war es. Ich war von Kopf bis Fuß einmal komplett durchgeweicht. Ich habe eindeutig auf der falschen Seite des Floßes gesessen! Der Witz an dem Ding scheint zu sein, dass es eine Art russisch Roulette ist, ob man ein wenig nass, sehr nass oder komplett durchgeweicht dort wieder aussteigt… Zu meinem Pech war dies eines der letzten Fahrgeschäfte die wir besucht hatten und die Sonne verabschiedete sich langsam. Nix mit schnell trocknen (was nach der Wasserbahn, die mich nicht ansatzweise ähnlich doll getroffen hatte, gar kein Problem war!). Meine letzte Hoffnung war ein Fön und was ist da besser geeignet, als ne Achterbahn? Eine Achterbahn, die rückwärtsfährt. Das war cool. Man wurde rückwärts hoch gezogen, dann fiel man runter und am Ende, ab durch den Looping, ging es wieder bergauf und von dort die Strecke rückwärts zurück. Das war der Hit!

Noch besser fand ich allerdings die Hamsterballs. Das sind luftgefüllte Kunststoffkugeln, in die man sich hinein begibt und dann auf dem Wasser läuft, wie ein Hamster im Laufrad :) Nein, ich hab die nicht ausprobiert!
Per Auto ging es dann auf den Heimweg, der etwa 1h dauerte. Die Kids waren zusammen im Bus und Yvonne und ich fuhren bei 2 Vätern mit. Der Mann von Yvonnes Betreuerin ist auch Deutscher und ich war vor der Fahrt froh, bei ihm fahren zu dürfen, nachdem letzte Woche die fahrt vom Flughafen doch ziemlich rasant war. Aber wie so oft hab ich mich getäuscht. Die Fahrt war min. genau so riskant! Yvonne fragte nach einer viertel Stunde ganz zaghaft, ob man hier einen Führerschein brauche :D Es ist es heftig. Hier braucht man mehr Mut als Können! Die machen locker aus 2 mal schnell 4 Spuren. Ob da auf der Gegenspur was kommt ist egal… Aber einen Unfall haben wir zum Glück noch nicht gesehen!
Als wir dann zurück waren und es noch grad so in die Cafeteria geschafft hatten wollten wir auf unser Zimmer und standen mitten im Hof auf einmal im Dunkeln. Stromausfall! Schon das 2. Mal seit wir hier sind. Ich muss gestehen, ich hatte mich schon drauf eingestellt, schließlich haben wir extra Taschen- und Kopflampen dabei! Aber geht doch immer ziemlich schnell, bis alles läuft…
Tja, also unser Wochenende war demnach doch ziemlich aufregend. Nun ist schon wieder Montag und wir waren ziemlich gespannt, was heute auf Arbeit auf uns zu kommt. Ich war echt neugierig, ob meine Samen abholbereit sind (bzw. sollten sie das Freitag schon sein). Ich also frohen Mutes ins Labor und zur Abwechslung kam meine Betreuerin gleich freundlich aus ihrem Büro auf mich zu. „Na, hast du deine Samen Freitag bekommen?“ Ich? Wieso? Ich war doch Freitag gar nicht hier! „Ach ja :)“ Gehen wir mal „Fe“ fragen. Wir also zu ihr hin und sie guckt uns ganz ängstlich an und meint natürlich NEIN. Sie kümmert sich gleich drum… Tja, was also nun. Ich wurde gefragt, ob es OK sei, wenn ich erst mal bei ein paar anderen Leuten mit machen, da wäre dann einiges dabei, was ich selbst auch mit meinen Proben machen kann. Na klar, besser als gelangweilt rum sitzen :)
Den ganzen Vormittag hörte ich nix von Fe. Mittags hatte ich dann ausgemacht, dass ich auch am Nachmittag weiter helfen werde und hab mich erstmal mit Yvonne in der Cafeteria getroffen. Zum Mittag gab es Reis mit Gemüseauflauf (Möhren, Blumenkohl, Mais, Zuckerschoten,…) War mal ganz lecker. Yvonne war total depriemiert, da bei ihr auch nix voran geht und wir beschlossen uns mal im Coffeeshop umzuschauen und vielleicht nen Kaffee zu holen! Wir hatten bisher hier nämlich noch nicht einen. Morgens wäre das schon mal ganz toll! Aber in der CAFETERIA hab ich noch keinen Kaffee entdeckt. Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, der Cappuccino war super! Yvonne hatte einen frisch gemachten Mangoshake…
Zurück auf Arbeit war ich dann in einer anderen Abteilung helfen. „“Leah“ war total nett. Endlich mal jemand, der Lust hatte sich zu unterhalten. Fast schon zu viel des Guten ;)
Sie hat mir jeden vorgestellt, der rein kam. Leider ist es ganz schön schwer sich die Namen zu merken und richtig zu sprechen, wenn man sie nur gesagt bekommt. Aber das geht ihnen mit Uli auch so. Ulrike bekommt hier gar keiner hin. Hab ich schon aufgegeben. Uli klappt einigermaßen! Ich hab es dagegen mit Namen wie Jammy und Rouchi zu tun. Leicht sind dagegen Boy (ein für seine Verhältnisse großer, ziemlich stämmiger Mann) und Denniz. Ob man das alles so schreibt weiß ich nicht ;)
Lustig war auch, dass die heute alle wissen wollten, wie alt ich bin. Das war die zweite Frage, nach dem geklärt war, dass ich aus Deutschland bin. Wie immer haben sie mich alle deutlich jünger geschätzt (18-22). Aber das ist ja nix neues. Und „oh you are married!“ war auch sehr häufig. Hieran schloss sich sofort die Frage an ob ich ein Baby hätte und ein enttäuschtes Gesicht als ich nein sagte! “Warum nicht?“
Naja, hier zurück, eine Stunde vor Yvonne musste ich mich erstmal mit administrativen Dingen herum schlagen und kämpfte damit eine Internetverbindung zu bekommen. Das gelingt mir leider ziemlich oft nicht… Aber es klappt zum Glück oft genug.
Bin dann irgendwann mit der immer noch deprimierten Yvonne essen gegangen. Hab mich zur Abwechslung mal an was außergewöhnliches getraut und Curry-Egg mit Reis und Chilischoten, gefüllt mit Käse und in Teigmantel, gegessen. War echt nicht schlecht.
Nach einem Spaziergang und Ausflug auf ein paar Schaukeln, von denen wir weg gejagt wurden, weil dir leider nur für Kinder gedacht sind, kam ich wieder auf mein Zimmer und freute mich auf eine Dusche. Ich ging ins Bad um mir mein Handtuch zu schnappen und als ich das Licht anmachte huschte links an der Wand auf einmal etwas ziemlich schnell weg. Man bin ich gehüpft. Tja, was soll ich sagen, ich hatte Besuch von einer kleinen Echse. Super! Ich halb nackt in meinem Zimmer und das Ding im Bad. Hab mir mein Handtuch geschnappt und bin zu Yvonne rüber. Zum Glück wohnt auf unserer Etage fast niemand… Zu zweit haben wir versucht sie in einer Papiertüte zu fangen, um sie heraus zubringen und fragten uns derweil, wie die rein gekommen war. Nein, ich habe diesmal nix süßes rumstehen lassen!

Die Echse total gestresst rannte wie angestochen einmal quer durchs Bad. Und fand auf einmal den Weg zum Fenster. Hier ist zu erwähnen, dass dieses ein Fenster ist, an dem ihnen zusätzlich ein Gitter befestigt ist. Über das Gitter hab ich mich schon am anfang gefreut, denn es hat eine kleine Klappe, die nicht mehr zu verschließen geht. Aber ich dacht, wenn ich das Fenster einfach zu lasse ist das ja egal. Tja, das funktioniert so weit, wie das Fenster auch zu ist! Das war es nämlich nicht, wie wir feststellten, als die Echse sich durch einen Minispalt ins Freie schlängelte. Ja, sie hat es allein geschafft, zum Glück. Das Fenster war nur angelehnt und ist nun gut verschlossen. Yvonne hat sich die ganze Zeit kringlig gelacht, was ich mir hier immer für Besuch herhole und ich kam mir ziemlich doof vor :) Sie ist gespannt, was mich als nächstes erwartet und ich musste an Sven denken, der nach meinem Ameisenangriff, bei dem ich solch einen Besuch schon prognostiziert habe, spontan an einen indischen Elefanten in meinem Zimmer dachte…
In diesem Sinne, drückt mir die Daumen, dass dem nicht so ist :D

Sonntag, 7. Februar 2010

Los Banos und Jeepneys

Kaum zu glauben, wir haben es geschafft! Wir sind tatsächlich mit einem Jeepney gefahren und dort gelandet, wo wir hin wollten. Wahnsinn! War echt ne lustige Erfahrung und die Einheimischen haben nicht schlecht geschaut. Die Jeepneys sind echt ne tolle Sache muss ich sagen. Man zahlt 7Peso ( ca. 10Cent) egal wie weit man mit möchte… Das einzige Problem war, wie hier schon zu oft, die Höhe Innen. Wir mussten ganz schön die Köpfe einziehen und fürs rausgucken waren wir auch viel zu riesig :)

Apropos riesig, Yvonne wollte sich heut ein paar Schuhe kaufen. Das größte was es hier gibt ist 40! Dazu kommt, dass die Schuhe anscheinend noch etwas kleiner ausfallen als bei uns. Wir haben natürlich nix bekommen :) Das Problem werden wir beim shoppen auch haben, haben wir schon festgestellt. Unsere Oberköper sind doch deutlich anders gestaltet als die der Philippiner :D
Sonst war es sehr aufregend in Los Banos. Es gibt sehr viele Stände mit Essen und Getränken. Und auch sonst alles, was man so braucht. Die Baumarktmaterialien gibt es hier an jeder Straßenecke auf viele Läden verteilt. Echt wahnsinn, die sitzen dann quasi mitten auf der Straße und bauen oder lackieren da vor sich hin.
Besonders viel zu sehen gibt es auf dem Markt. Da gibt es fast nur Obst und anderes Essen. Aber alles frisch. Toll. Am besten fand ich die Stände an denen es Reis gibt. Sieht einfach toll aus.

An jedem 2. Stand gibt es natürlich Kokosnüsse. Aber das stört ja nicht. Viel schlimmer ist es für uns an den Fischständen vorbeizukommen. Die Köpfe und der Geruch... *uuaaha* Naja, wers mag. Ich nicht!
Sehr irritierend ist hier, wie ich glaube schon erwähnt habe, dass wir permanent angeschaut werden. Das war heute noch schlimmer. Die Damen UND Herren haben ständig „Hallo“, „Wie geht’s?“ und vieles mehr gerufen, gewunken, angehalten, gestarrt und sogar fotografiert! Echt heftig. Das zu ignorieren ist nicht immer leicht. Die meisten freuen sich aber riesig, wenn man nett zurück lächelt oder auch mal winkt (was wir nur bei vorbei fahrenden Autos gemacht haben). Sonst ist hier alles auf Rädern unterwegs, was es nur irgendwie schafft zu rollen. Und beladen werden die einfach mit allem was geht. Da macht sich keiner Gedanken wegen Übergewicht, zu groß oder unhandlich oder was auch immer :)
Gegessen haben wir heut mal in einer FastFood-Kette. Hier gab es nur 3 verschiedene Burger und sonst Reis mit Huhn oder ähnlichem. Wir hatten Huhn in einer tollen Kruste und dazu Reis mit einer super Soße. Das war die perfekte Mischung aus Küche von hier und von zu Hause! Lecker!
Insgesamt sind wir heute extrem viel gelaufen! Man tun mir die Füße weh! Aber als krönenden Abschluss haben wir uns dann in einem schicken Spa eine tolle Massage gegönnt. Hab ich schonmal erwähnt, dass hier wirklich alles echt günstig ist? Ja? Ach sorry. Ok, dann schätzt doch mal, was wir ausgegeben haben für eine 30min Rückenmassage (von Po bis Schulter)? Na gut, ich sags einfach ;) Es waren ganze 2,50€. Yvonne meint die müssen gedacht haben, die Armen Europäer. Wir sind glaube ganz schön verspannt… Naja, da müssen wir wohl öfter mal hin ;) Heute habe ich allerdings etwas Muskelkater(glaube ich zumindest). Die Schulterblätter hat sie am meisten beackert und die tun jetzt weh… Yvonne geht es mit ihren Schultern genauso. An den Luxus einer Massage muss man sich vielleicht einfach erst gewöhnen *g*
Was uns besonders aufgefallen ist sind die extremen Unterschiede. Die Stadt besteht zum größten Teil aus sehr baufälligen Gebäuden, überall liegt Müll rum und die „Gärten“ sind vertrocknet und sehen eher aus wie Schrottdeponien. Aber mitten in diesem Bild finden sich immer wieder kleine Villen, die schick bemalt sind, die gepflegt Gärten mit tollen Pflanzen haben und ein modernes, großes Auto vor der Tür. Ob das vielleicht Institutsmitarbeiter sind? Wer weiß…


Was das Wetter angeht, ich weiß ihr seid alle ganz neidisch, kann ich nur sagen, es ist zwar heiß, aber toll. Mittags kann man sich nicht wirklich lang draußen aufhalten. Die Sonne brennt. Wir haben hier etwa 33°C und das kann schon heftig sein. Die Einheimischen nutzen hier für jeden Weg den sie zurückzulegen haben ein Fahrzeug. Zu Fuß sind hier echt wenige unterwegs, natürlich abgesehn von uns :D Vielleicht gucken die auch deshalb alle so komisch und denken man sie die Europäer bekloppt. Verbrannt haben wir uns noch nicht. Sonnencreme Schutzfaktor 30 sei dank! Ich hoffe ich bekomm trotzdem etwas Farbe ;) Nach einem Spaziergang zum Supermarkt waren wir heute sehr froh in unsere Klimatisierten Zimmer zurück zukommen. Gestern in Los Banos hatten wir Glück, es war den ganzen Tag bewölkt. Aber heute ist es heftig.
Ja, wir waren heute schon wieder im Supermarkt (das gefühlte 20. Mal). Wir waren heute böse Mädchen und haben „illegale Ware“ in unsere Zimmer geschmuckelt. Jetzt denkt ihr bestimmt oh gott, was denn nu? Keine Sorge, es ist nur für jeden ein Bierchen. Man darf hier keinen Alkohol auf den Zimmern haben, aber wir dachten Bier müssen wir mal probieren! Habe mir ein „Negra“ geholt. Ist bestimmt Schwarzbier. Mal gucken, wann wir es genießen werden. Jetzt wird es erstmal gut gekühlt und liegt versteckt hinter der 1,5l Flasche Sprite, damit die Putzfrau es auch ja nicht entdeckt :D (Pfand muss man hier übrigens auch zahlen, weiß gar nicht wo ich die Flasche wieder los werde…)
Na gut, wir werden gleich abgeholt, dann geht es zur Kirmis! Yvonnes Betreuerin nimmt uns mit, da ihre Tochter heute Geburtstag hat. Da bin ich ja mal gespannt!
Liebe Grüße und eine paar Sonnenstrahlen sendet euch Uli

Freitag, 5. Februar 2010

Nun haben wir schon die erste "Arbeitswoche" hinter uns. Wahnsinn! Die beiden Tage im Labor waren noch nicht sehr ergiebig. Meine Samen habe zwischenzeitig schon kurz den Weg zu mir gefunden, allerdings nur, damit ich sie umfülle, neu nummeriere und sortiere und sie dann an die Gesundheitsprüfung zurück geben. Sonst hab ich mich mit Protokolle lesen und Exceltabellen basteln beschäftigt. Gestern konnten Yvonne und ich zu den Feldern fahren, wo ihre Pflanzen stehen. In dem Wagen bestanden wir darauf hinten auf der offenen Fläche sitzen zu dürfen, obwohl uns mehrfach angeboten, fast befohlen wurde, dass wir vorn in der geschlossenen Fahrerkabiene sitzen sollten. "It is dusty"! Ja und? So ist es doch aber viel lustiger, war unsere Antwort. Wenn dann wollen wir das hier auch richtig erleben und nicht nur wir so nen Touri :)

Auf den Feldern war es sehr interessant und eigentlich so, wie man sich ein Reisfeld vorstellt. Natürlich gibt es Fotos :)


Gestern Abend war ich dann ziemlich müde. Nachdem wir gegessen hatten (diesmal hab ich wieder voll daneben gegriffen) dachten wir uns wir setzen uns mal in den Gemeinschaftsraum und gucken, ob es dort auch andere hinverschlägt. Da stand sogar ein Fernseher den wir gleich mal ausprobierten. Es gab ne Menge toller Sender, die Yvonne sehr an ihre Zeit in Amerika erinnert. Wir sind dann bei PeterPan auf DisneyChannel hängen geblieben... Leider hat sich sonst niemand zu uns verirrt. Wir hätten doch auch umgeschaltet! :)

Total müde kam ich dann auf mein Zimmer und wollte nur noch duschen und schlafen gehen. Tja, was soll ich sagen, da hab ich mich wohl zu früh gefreut! Ich musste leider feststellen, dass ich dummes Ding vergessen hatte meinen Becher, aus dem ich vor dem Abendessen noch schnell ein Schlückchen Mirinda getrunken hatte, weg zuräumen. Das hat eine Herde Ameisen angelockt, die sich einen Weg durch das geschlossenen Fenster gebahnt hatten. Die krabbelten nun freudig um mein Bett herum durch das halbe Zimmer bis hin zu meinem Schreibtisch, auf dem der Becher stand! Ein wahre Freude!
Ich nun also erstmal panisch den Becher ausgespühlt und ungefähr 100 Ameisen ertränkt. Aber da waren immer noch so viele. Hab ich erstmal Yvonne geholt und beschlossen mal runter zum SecurityMann zu gehen. Der Sprach kein Wort englsich, wählte ne Nummer im Telefon und reichte mir den Hörer. Super! Ich und telefonieren auf Englisch. Was soll ich sagen, es ging erstaunlich gut. Der Typ am anderen Ende meint ganz lässig, mach die Ursache weg und dann gehen die wieder! Super. Das hat mir geholfen.
Da bin ich nun also enttäuscht wieder zurück in mein Zimmer. Zum Glück hab ich hier 2 Betten stehen. Nun hab ich also das Bett gewechselt (vielleicht hätte ich den Witz im letzten Post nicht machen sollen) und gehofft das die Fiecher wieder abhauen. Nun konnte ich natürlich nicht einfach schlafen gehen. Hab erstmal dem arbeitenden Sven ne Mail geschrieben und der hat sich schlapp gelacht, statt mich zu trösten, naja, bin ja auch selber Schuld! Kann von Glück reden dass es nur so nen paar Ameisen waren, habe mir dann gleich vorgestellt, dass hier so ne riesen Eidechse in meinem Zimmer hausen könnte, die ich gleich in der ersten Nacht vor meinem Fenster gesehen habe!
Naja, um auf den Punkt zu kommen, Ende gut alles gut die Ameisen sind weg und ich hab auch sonst keine Tiere (von denen ich weiß) im Zimmer. Musste sogar feststellen, dass mir das "neue" Bett viel besser gefällt! :)

Heute hatten wir hier eine organisierte Tour durch das gesamte Gelände. Darauf haben wir uns sehr gefreut. Es hatten sich doch schon eine ganze Menge Fragen angesammelt!
Wir wussten, dass auch noch andere Neuankömmlinge dabei sein werden und hofften auf einen spannenden Tag der mit der Bekannschaft netter Leute enden würde. Tja, dem war nicht ganz so. Die Anderen, dass war eine Gruppe von Koreanern, die sich alle kannten, was erstmal nicht störte. Erste Kontaktversuche und das verhalten in den Führungen endeten allerdings in der Erkenntnis, dass die alle gar nicht wirklich Englisch können und anscheinend nicht ein Wort verstanden haben, von dem was sie heute gesehen haben! Wir waren zu 10. und die sind bei jedem Vortrag eingepennt und wenn sie angesprochen wurden haben sie immer nur nett genickt. Auf die Frage, ob es in Korea mal Überflutungen gibt konnten sie nicht antworten, wie lang sie bleiben wussten sie anscheinend auch nicht und ihren Spitznamen konnten sie ebenfalls nicht nennen. Das war einfach nur lustig zum Ende. Die haben dann schon über sich selbst gelacht :D
Aber sonst war es toll heute. Haben viel erfahren und waren gleich so mutig heute mal außerhalb des Geländes zu essen. Wir haben uns eine Nudelsuppe (Miami Chicken/Wantan, ich hoffe das ist so richtig geschrieben!?!) gekönnt, die wir mit Stäbchen essen mussten. Das ging erstaunlich gut. Aber die Passanten haben nicht schlecht geguckt. Das ist sowieso eine Sache an die wir uns erst noch gewöhnen müssen. Hier wird man von jedem angestart. Es ist schon komisch, wenn mal einer nicht schaut! Wir sind hier doch ziemlich was einzigartiges. Ich muss sagen, das hab ich nicht erwartet, zumal unsere Betreuer beide keine Asiaten sind...

Nach dem heutigen Tag haben wir den Entschluss gefasst morgen ganz mutig in die Stadt zu fahren. Zum laufen ist es zu weit, so das wir versuchen werden ein sogenanntes Jeepney zu nehmen.
Das sind alte amerikanische Jeeps, die man überall anhalten kann und dann irgendwas philippinisches rufen muss, wenn man wieder raus will. Foraussetzung ist, dass man weiß in welche Richtung und wo genau man überhaupt hin will. Mal gucken ob das morgen klappt, aber wir sind guten Mutes ;)

Mittwoch, 3. Februar 2010

So, also nun mein Versuch eines etwas ausführlicheren Berichts:

Das ich angekommen bin wisst ihr ja nun schon!
Der Flug war super anstrengend. Erst mal hatte alles, dank dem tollen Wetter, Verspätung. Nach Amsterdam ging es ca. 2h später als geplant und bevor wir landen konnten hingen wir 2 Runden in der Warteschleife, dank Schneesturm. Dort endlich gelandet waren es nur noch 3h Aufenthalt, also ab zu McDonalds (alles andere ist ja echt unbezahlbar!). Aus den 3h wurden dann mal ganz schnell 4 1/2h und dann ging es endlich auf nach Manila. Noch guten Mutes verging die erste Stunde mehr als schnell, aber das wurde mit der Zeit immer schlimmer. Nach der Hälfte dachte ich wir kommen nie an…
Schlafen hatte ich mir ja fest vorgenommen, aber das stellte sich als gar nicht so leicht heraus. Yvonne und ich saßen im Mittelgang in der vorletzten Reihe (62). Am Anfang fanden wir das super. Wir bekamen immer als erstes Getränke und auch Essen! Das stellte sich aber irgendwann echt als nervend heraus. Wir wurden ständig mit den Gerüchen des gerade vorbereiteten Essens bombardiert und da hinten ja bekanntlich Toiletten sind auch die ganze Zeit mit Passagieren, die dorthin wollten… Ende vom Lied: Ich hab vielleicht ne Stunde nen Auge zu gemacht! Der Geruch und auch ständige Turbulenzen, die uns ganz schön durchgeschüttelt haben (wir hatten fast den ganzen Flug die Leuchte für „Bitte anschnallen“ an), führten dazu das wir unser Frühstück verweigert haben und uns einfach nur übel war
Naja, in Manila angekommen haben wir alle Kontrollen ohne Probleme passiert und sind direkt zum Helpdesk des Institutes hier. Dort wusste man nix von uns! Ja, richtig, keiner hatte ne Ahnung, dass wir abgeholt werden sollten. D.h. wir mussten auf unseren Fahrer warten, der aus dem 2h entfernten Los Banos kam. Aus den 2h wurden dann knapp 5, da wir noch auf andere Mitarbeiter warten sollten, die natürlich auch mit Verspätung ankamen. Nun endlich alle beisammen ging es zu 6. im Auto mit mehr als viel Gepäck zum Institut, wo nun wenigstens schon Yvonnes Betreuerin Bescheid wusste, dass wir kommen. Im Auto hatte ich echt Probleme mich wach zu halten, aber der Fahrstil hat mir echt Angst gemacht, so dass ich die Augen eigentlich nur schließen wollte! Ich dachte die Italiener wären schlimm…

Bild: "Nicht nur wir waren am Flughafen müde!"

Trotz allem sind wir gut hier angekommen und haben nun mit der Wärme ordentlich zu tun. Es sind, glaube ich, so 33°C und ohne Klimaanlagen geht hier gar nichts. Ist schon wirklich heftig! Aber die Zimmer sind super. Wir haben jeder ein eigenes 2Bettzimmer mit eigenem Bad. Kann mir also jeden Abend aussuchen, wo ich schlafe J Nur Küche gibt es leider nicht, aber nen kleinen Kühlschrank auf jedem Zimmer. Waren heut gleich mal im Supermarkt.
Die Preise sind natürlich auch der Hammer. Hab glaube für 1,5 Liter Wasser nicht mal 50Cent bezahlt… Pro Mahlzeit kommt man hier gut mit 1€ aus! Meine Bekanntschaft mit Kokos hab ich selbstverständlich auch schon gemacht! Heute morgen hatte ich Spielei, Annanas und Reiskuchen (ja, Fisch wollte ich nicht und das war auch schon fast die ganze Auswahl!). Der Kuchen war wie zu erwarten war mit Kokos und ich hab ihn mir runter gequält, weil irgendwas essen musste ich ja, nachdem ich schon die ganze Nacht hunger geschoben hatte!
Heute habe ich dann meine Betreuerin überrascht, die meinte, dass sie so am 13. mit mir gerechnet hätte… Meine Samen hängen auch noch in der Gesundheitskontrolle, so dass ich jetzt erst mal hier überall rumgeführt werde und Protokolle lese. Ich hoffe, dass bis Montag alles bereit ist und ich loslegen kann. Dann ist schon wieder die 1. Von 8 ½ Wochen rum… Na mal gucken, ob das alles so klappt JMorgen geht’s mit Yvonne ne Runde auf die Felder, wo ihre Pflanzen stehen und dann mach ich hoffentlich mal nen paar tolle Fotos! Heut kam ich gar nicht dazu…

Gut, nun bin ich hundemüde und werde noch ne Runde mit Sven telefonieren, sobald der wieder daheim ist. Bis dahin hör ich noch nen bissl Radio. Das geht ja über Internet zum Glück und bringt mich der Heimat krass nahe… Bin in Gedanken bei euch!

Dienstag, 2. Februar 2010

Endlich da!!!



Hallo ihr Lieben!

Gute Nachrichten!
1. Ich bin endlich gut an meinem Ziel angekommen und 2. ich habe Internet :)
Da ich jetzt seit über 33h wach bin und nun endlich im Bett liege gibt es heute nur diese kurze Info von mir!
Genaueres erzähl ich euch dann sobald wie möglich!

Lieben Gruß Uli